1. Symposium über Expertenwissen in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Regeneration.

 

Wie wir finden ist Anfang Februar eine gute Zeit um sich mit neuen und ganzheitlichen Therapie- und Trainingsansätzen zu beschäftigen. Das 3. Artzt Symposium im Schloss Montabaur verspricht dazu einiges. Aktuelle Einblicke in die Bereiche Ernährung, Bewegung und Regeneration werden von namhaften Referenten ins rechte Licht gerückt und die Sinnhaftigkeit ganzheitlicher Therapie- und Trainingsansätze diskutiert.

 

Nachdem der 1. Symposiumstag für mich als Sportwissenschaftlerin wenig Hilfreiches für die praktische Arbeit mit unseren Klienten bzw. Patienten hervorbrachte, blieb meiner Mitarbeiterin Tanja und mir nur die Hoffnung, dass die Referenten am Sonntag zu den Themen Therapie und Training mehr Innovatives zu sagen hatten.

Unsere Highlights waren eindeutig u.a. Heilpraktiker und Sportwissenschaftler Tom Fox, der sehr erfrischend und trotzdem wissenschaftlich die großen Herausforderungen in der Ernährungsberatung herauskristallisierte und aufzeigte wie Gehirn, Muskeln, Immunsystem und Organe miteinander um Energie streiten. Wer am Ende gewinnt hat das Sagen.

Holger Stromberg, Exkoch der deutschen Fußball Nationalmannschaft und Ernährungs-Consultant, spricht von der Nahrung als zweitwichtigste Energiequelle des Menschen. Der Großteil der Nahrung unserer Ernährung sollte daher rein und unverfälscht sein. Er kritisierte das mangelnde Ernährungswissen des Einzelnen und die Reizüberflutung, die von der Werbung ausgeht und unsere Selbstwahrnehmung schwächt.

Die Onlinekonzepte „Ich mach Dich krass“ oder „ich mach Dich sexy dot com“ suggerieren in kürzester Zeit einen Traumbody, der über diese Diäten, Ernährungs- und Trainingstrends niemals langfristig zu erreichen ist.

Die geniale Quintessenz seines Vortrages fasste er kurz und bündig zusammen: Du arbeitest, Du kochst, Du schläfst, Du fühlst, Du denkst, Du riechst – wie Du isst.

                                    …Du bist, was Du isst!              

Des Weiteren wurden unterschiedliche Screeningverfahren, u.a. von Dr. John Brazier vorgestellt. Hier werden durch verschiedene Muskeltestungen neuromuskuläre Fehlfunktionen im System Mensch aufgedeckt und durch spezielle Release-Techniken regelrecht verbessert. In der Praxis konnten sofortige Auswirkungen auf eine gesteigerte Muskelkraft des Klienten bzw. des Probanden aus dem Publikum erwirkt werden. Hoch spannend wie wir finden.          

Dr. Peter Schwind (Rolfer) punktete ebenfalls mit einem engagierten und praxisorientierten Vortrag über Dysfunktionen im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Beckens. Er demonstrierte anschaulich, dass die Faszien des Bewegungsapparats und die faszialen Hüllen der Organe in einem engen Zusammenhang stehen und „innere Brücken“ aufweisen.

Das Gebiet der manuellen Diagnose und Behandlung ist so facettenreich, dass man ein ganzes Symposium darüber hätte halten können.   

Prof. Carla Stecco, Herausgeberin des ersten Atlas des menschlichen Fasziensystems 2016, ging sehr wissenschaftlich auf die Frage ein, wie die viszeralen Faszien mit den inneren Organen und dem Bewegungsapparat zusammenhängen. 

Tanja und ich haben viel Expertenwissen mitgenommen und werden auch die ein oder andere Fortbildung draufsetzen zum Thema komplexes Athletiktraining/Langhanteltraining und K.O.R.E Therapie bzw. einer anderen ganzheitlichen Modell für manuelle Diagnostik.

Wissen ist Macht und wir freuen uns schon auf die nächste Wissensvermittlung in einem angenehmen und professionellen Rahmen.

 

Sportliche Grüße

Denise & Tanja